Donnerstag, 12. März 2015

Mittags essen gehen mit dem eigenen Mittagessen.


Hallo Ihr Lieben!

Vor ein paar Wochen hatte ich Euch von meiner Milcheiweiß- und Sojaallergie erzählt. Erinnert Ihr Euch? Bei den positiven Seiten der Lebensmittelallergien hatte ich erwähnt, daß ich mein Mittagessen immer vorbereite und mit zur Arbeit nehme. Diesen Punkt würde ich heute ganz gerne aufgreifen. 
 

Zugegeben, das klingt im ersten Moment irgendwie zeitraubend und aufwendig. Aber wenn man es sich mal genauer überlegt, hat es ein paar Vorteile sein Essen vorzubereiten:
  • Man kann etwas Geld sparen. 
  • Man weiß was man isst, denn man hat ja schließlich selbst gekocht.
  • Man muß nicht ständig nachfragen, ob dieses oder jenes im Essen ist. Und man erspart sich die Frustration, daß das Küchenpersonal oft keine Ahnung hat, einen als schwierigen Mitarbeiter hinstellt, und die Blöße, wenn das eigene Anliegen zum Thema der ganzen Kantine gemacht wird, weil lauthals alle Fragen in alle Richtungen gerufen werden, während sich hinter einem die Schlange an der Essensausgabe genervt staut.
  • Man ist nicht frustruiert weil das Kantinenessen miserabel war, oder einem die letzten Pommes weggeschnappt wurden.
  • Man ist nicht auf die Kantinenzeiten angewiesen, man bekommt IMMER etwas zu essen.

Doch wie transportiert man das Essen am Besten? Die Anforderungen sind: Bpa-Freiheit, spülmaschinengeeignet, mikrowellengeeignet und dazu geeignet direkt daraus essen zu können. Der nächste kritische Punkt ist die Dichtigkeit, denn ich will das Essen ja nicht in meiner Tasche verteilt sehen. Und wie bringe ich das heiße Essen von der Mikrowelle irgendwo im Haus zur Kantine ohne mir die Finger zu verbrennen?! 


 Ich habe mich für eine doppelstöckige Bentodose und eine Bentotasche von Monbento entschieden, die ich seit letztem Juni so gut wie täglich im Einsatz habe.

Ja, ich wurde zu Beginn komisch von dem ein oder anderen angesehen. Manche Leute sind verständnislos und machen vielleicht erstmal blöde Witze. Die meisten fragen aber eher nach und verstehen das Problem sofort. Und schon am nächsten Tag sind einige neidisch und kommen ins Grübeln, ob sie vielleicht hin und wieder auch ihr Essen mitbringen könnten. Mit der Zeit wandern Mittags regelmäßig die Blicke in die Dosen, um zu sehen was es heute gibt, und plötzlich werden Rezepte ausgetauscht und irgendwann ist alles ganz normal. Viele finden auch einfach die Dosen toll. :)
So viel zum Thema warum man sich auf keinen Fall blöd vorkommen sollte, wenn man aus der Masse ausbricht. Einfach offen sein.

Ach ja, da kommen natürlich auch manchmal Sprüche aus den eigenen Reihen. Welche Spinnereien man denn jetzt wieder im Kopf hätte. Alles Firlefanz, man könnte das ja erst mal ausprobieren, ob man es auch wirklich dauerhaft durchzieht, bevor man extra Dosen kauft.... Alles richtig, aber welche Wahl hat man als Allergiker denn schon auf Dauer?


So, und nun endlich zum Essen!

 


 

Zu Beginn meiner Bento-Zeit, oder vielmehr Lunchboxkarriere habe ich meistens beide Stockwerke dabei gehabt. Inzwischen variiert das je nachdem was an dem Tag ansteht. Man bekommt nach eine paar Tagen auch ein Gefühl für die Mengen.
In der oberen Dose habe ich meistens Obst, wie Kirschen, Pflaumen, Erdbeeren, Trauben, Mandarinen, Äpfel oder Banane und etwas Slaat wie Gurke, Mais, kleine Tomaten, Avokado und kleine Paprika. In den kleinen runden Dosen mit den blauen Deckeln habe ich Salatsauce dabei. Eine kleine Süßigkeit finde ich auch immer ganz nett. :)

Wenn Ihr bei Youtube "Bento" eingebt, findet Ihr wahnsinnig kreative Lunchboxen, die mit viel Liebe zum Detail kreirt werden. Es gibt auch viele Bücher und Blogs, die sich damit befassen. Ich muß zugeben, daß mir das zu aufwendig ist.





Im unteren Teil habe ich dann immer das eigentliche Mittagessen dabei. Das können Pizzaschnecken, Mini-Kartoffelpuffer mit Apfelmus, griechische Nudeln mit Hackfleisch-Gemüse-Sauce oder auch Nudeln mit Lachssauce sein. Mit der Zeit wird man kreativ, es gibt kaum Grenzen. Mal Abgesehen von Pommes oder einem Schnitzel, da ist das Aufwärmen in der Mikrowelle natürlich nicht so toll.

Und nein, ich koche NICHT jeden Tag! Ihr wisst, daß Kochen nicht zu meinen liebsten Hobbies zählt. Ich koche meistens am Wochenende und bereite direkt größere Mengen zu. Auf dem Bild unten seht Ihr am Beispiel von Kürbisrisotto wie ich es handhabe. Ein Teil wandert in die Lunchbox, und den Rest friere ich in Einzelportionen ein. Das hat den Vorteil, daß ich Abends lediglich eine Portion aus dem Gefrierfach nehmen muß, und sie morgens nur noch umfülle. Nach einiger Zeit hat man verschiedene Gerichte im Gefrierfach und muß auch nicht mehrere Tage hintereinander das Gleiche essen. ;)
Lediglich Nudeln oder Reis koche ich am Abends frisch. Das obere Stockwerk mit dem Obst fülle ich auch jeweils Abends. Das spart morgens Zeit.


Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick meine Organisation des Mittagessens geben und Euch zeigen, daß es eigentlich gar nicht so aufwendig ist, wie es zuerst scheint.

Nehmt Ihr Euer Mittagessen normaler Weise mit zur Arbeit? Wie organisiert Ihr Euch? Wann kocht Ihr und was kocht Ihr?

Kommentare:

  1. Wow ,deine Boxen sehen jeweils befüllt sehr schön aus! Der Anblick ist toll ,das macht Lust auf Essen :)

    Liebe Grüße!

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    1. Ja, das macht wirklich Lust zu essen, aber auch Lust darauf bewusster einzukaufen. :)
      Lg

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  2. Sieht super praktisch aus und richtig niedlich! Ich kann nicht verstehen, wie man dafür kein Verständnis haben kann... ich bin froh, dass du Obst verträgst! Alles Liebe, Vanessa <3

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    1. Danke! :) Oh ja, ich bin auch sehr froh, daß ich Obst essen kann!
      Lg

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  3. Hallo liebe Lyndywyn :)
    Hoffe bei dir ist alles bestens <3 ,Grüße dich ganz herzlich!

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    1. Hallo! :)
      Ja, es ist alles in Ordnung hier! Ersticke bloß in Arbeit....

      Viele liebe Grüße!

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