Dienstag, 20. Januar 2015

Und plötzlich stehst Du da mit Deiner Milcheiweißallergie...

Hallo Ihr Lieben!

Ich möchte Euch gerne einen kleinen Einblick in meine Nahrungsmittelallergie geben.
Bevor Ihr aber meine Geschichte lest, seid Euch bitte darüber im Klaren, daß alles was ich darüber schreibe, nur für mich gilt! Ob Ihr dieselben Probleme habt wie ich, oder Ihr die gleichen Lebensmittel vertragt wie ich, was gut oder schlecht für Euch ist, weiß ich nicht. Sucht dazu bitte Euren Arzt auf!

Ich habe eine Milcheiweißallergie. Wer mir bei Instagram oder Twitter folgt, dem dürfte das nicht verborgen geblieben sein. ;) Ich werde oft gefragt was es mit dieser Allergie auf sich hat und wieso ich sie jetzt "plötzlich" bekommen habe. Daß ich sie habe, weiß ich seit ziemlich genau einem Jahr. Auf die Frage nach dem "Warum" kann ich keine schlaue Antwort geben, mal abgesehen von dem grundsätzlichen Konzept der Entstehung von Allergien im Allgemeinen. Es ist einfach so und ich muß mich wohl oder übel damit abfinden.

Der Zeitraum vom ersten Arztkontakt, bis ich Klarheit hatte, betrug 4 Monate. Wenn man sich die Leidensgeschichten anderer anhört, dann ist das wirklich verdammt kurz. Dabei muß ich noch zugeben, daß ich es hätte schneller wissen können, aber die Zeiträume für Arztbesuche oder Diagnostik waren zu dem Zeitpunkt eher schmal. Ich hätte wahrscheinlich drei oder vier Wochen früher Bescheid wissen können.

Warum es dann doch so schnell ging? Ganz einfach war es ehrlich gesagt nicht. Denn, sind wir mal ehrlich, irgendwie ist es modisch geworden eine Lebensmittelunverträglichkeit oder eine Lebensmittelallergie zu haben. Das spüren auch Ärzte und versuchen einen ersteinmal abzuwiegeln. Das ist mir auch genau einmal passiert. Daraufhin habe ich mich so geärgert, daß ich mein Anliegen einem anderen Arzt vortug. Ich war übrigens vorbereitet. Selbsttests mit laktosefreien Lebensmitteln über einige Wochen haben keine Besserung gebracht, etwas Internetrecherche über weitere Ursachen und deren Diagnostik hatte ich außerdem im Gepäck. Überzeugt war auch die zweite Ärztin nicht, aber ich bestand darauf und sie ließ sich darauf ein. Bei mir wurden ein Hauttest und ein Bluttest durchgeführt. Der Bluttest brachte den Beweiß.

...Und dann stehst Du plötzlich da, mit Deiner Milcheiweißallergie, und hast absolut keinen Plan...

Es war eine Mischung aus Erleichterung und Verzweiflung. Die Erleichterung überwog im ersten Moment, denn irgendwie glaubte einem vorher ja keiner so richtig. Man wurde als nervös und gestresst hingestellt, Prüfungsangst und so, ja ja! Ich war ehrlich erleichtert, daß ich es mir nicht eingebildet hatte! Die Verzweiflung folgte aber sogleich. Was darf ich denn überhaupt noch essen? Und genau da fingen die Probleme erst richtig an.

Ich bekam das Laborergebnis in die Hand gedrückt, auf dem die einzelnen Kuhmilchproteine aufgeführt waren, die bei mir getestet wurden. Und jetzt? Ich habe eine ganze Weile lang nicht kapiert was ich damit anfangen soll. Inzwischen weiß ich, daß ich gegen Molkeproteine allergisch bin. So wie ich das jetzt sehe, ist das Glück im Unglück. Molkeproteine, oder das, welches es bei mir ist, ist hitzelabil. Das heißt, wenn man etwas lange genug und heiß genug erhitzt, zerfällt es und verliert seine Allergiewirkung. Das Problem ist nur, daß ich dazu bisher nicht herausfinden konnte wie lange und wie heiß etwas erhitzt sein muß. Dennoch kann ich beispielsweise Kuchen aus Rührteig, der Milch enthält, ohne Folgen essen. In Hartkäsen ist die Molke größtenteils abgeschöpft, daher kann ich auch Raclette oder mit geriebenem Käse Überbackenes essen. Es gilt, je mehr ein Kuhmilchprodukt verarbeitet wurde, desto besser vertrage ich es. Je roher es ist, desto schlechter ist es für mich.

Molkeproteine sind außerdem tierartspezifisch. Aus diesem Grund vertage ich zum Glück auch Schafmilchprodukte, das habe ich allerdings erst im vergangenen Sommer herausgefunden. Warum mir Ziegenmilchprodukte hingegen nicht bekommen, kann ich nicht erkären. Und wieso ich immer noch Vollmilchschokolade essen kann, verstehe ich auch nicht. Es läuft alles nach dem Motto 'Trial and Error'.

Seit dem vergangenen Sommer habe ich außerdem noch eine Kreuzallergie auf Soja entwickelt. Auch hier kann ich die Frage nachen dem "Wieso??" nicht beantworten. Bei allen positiven Eigenschaften, hat es offenbar sehr ein hohes allergisierendes Potential. Von allen betroffenen Milcheiweißallergikern und auch Laktoseintoleranzlern haben ca. ein Drittel eine Soja-Kreuzallergie, sofern man dem Internet Glauben schenken mag.

Und womit kochst Du jetzt noch???

Ich ernte viel Unverständnis wenn ich erfrage, ob ein Essen mit Milchprodukten oder Soja zubereitet wurde, aber dann Fleisch oder Fisch esse. Ich lebe nicht vegan! Dennoch kommt mir dieser Lebenstil sehr entgegen. Ein Kollege sagte neulich so schön: "Du isst also vegan, aber mit Fisch und Fleisch!" :)

Ihr merkt, es ist nicht einfach. Erst recht nicht für andere. Die meisten Leute glauben trotz genauer Darlegung des Problems fest daran, daß ich eine Laktoseintoleranz hätte. Das führt auch mal zu schlimmen Mißverständnissen, die ich bereits ausbaden mußte. Auch die Vermutung, daß ein kleines Bisschen Sahne, Milch, Frischkäse (....) schon nichts ausmacht, oder ich das gar nicht merken würde, ist ein großer Irrtum! Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Ich merke bereits kleine Mengen des Allergens und muß die Folgen ertragen.

Am Schwierigsten empfinde ich das Essen auswärts. Vor allem in Restaurants habe ich Probleme Essen zu bestellen. Das Grundproblem ist, daß das Sevicepersonal in den seltensten Fällen weiß, ob Milchprodukte oder Soja in den Gerichten verwendet werden. Das zweite Problem ist, daß man nicht sicher ausschließen kann, ob der Koch Fertigprodukte verwendet, in denen Soja oder Milchprodukte enthalten sind. Und das dritte Problem ist, daß man sich auf nichts verlassen kann. So kann es schon mal vorkommen, daß in einer Sauce Hollandaise Sahne steckt. Und wenn man im Flugzeug die Wahl zwischen einem Käsebrötchen und einem Salamibrötchen hat, und unter der Salami dann Frischkäse klebt, kann man schon mal verzweifeln.


Die Positiven Seiten

Ich bin eigentlich niemand, der in allen Ärgernissen die so passieren, versucht immer das Positive zu sehen. Die positiven Seiten einer schlechten Nachricht oder eines Ereignisses, fallen mir meistens erst später auf. Also was hat diese Milcheiweiß- und Sojaallergie denn nun positives?
Ich bin gezwungen mein Essen gut zu organisieren. Unter der Woche nehme ich mein Mittagessen mit zur Arbeit. Fertigprodukte kommen kaum noch in Frage, denn in den meisten Produkten sind Milch, Milchpulver, Sahne, Creme Fraiche, oder ähnliches enthalten. In den meisten Saucen steckt übrigens Soja.

Beim Einkaufen lese ich von so gut wie allen Produkten die Zutatenliste. Das ist teilweise richtig erschreckend. Seidem ich das mache, habe ich angefangen mehr zu kochen, obwohl kochen eigentlich nicht zu meinen Leidenschaften zählt, wie ich hier schon oft erwähnt habe. Ich denke, daß ich seitdem wesentlich gesünder esse, aber auch viel offener gegenüber neuen Rezepten und Zutaten geworden bin.

Ein weiterer Vorteil, wenn man sein Essen zur Arbeit mitbringt ist, daß man nicht auf die Kantinenzeiten angewiesen ist. Das ist in einigen Situationen wirklich gut, denn die Kollegen bekommen manchmal nichts mehr, wenn die Arbeit länger dauert als die Kantine kocht.

Nun ja.... ich wollte Euch einen kleinen Einblick geben. Es ist sicher nicht für alle interessant, aber vielleicht ja doch für den einen oder anderen. Ich habe es schon länger vor und hoffe, daß ich es schaffe in Zukunft auch mal das ein oder andere Rezept zu posten. Es ist erstaunlich wieviele Gerichte man kochen kann, in die sowieso kein Milchprodukt gehört und es ist spannend, wie man tricksen kann.

Das war nun wirklich viel Text! :) Ihr habt gut durchgelhalten!
Habt Ihr selbst Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten? Wie sind Eure Erfahrungen wenn Ihr außerhalb essen geht? Welche Rezepte kocht Ihr gerne? Welche Blogs kennt Ihr?

Samstag, 17. Januar 2015

Meine Erfahrungen mit Deos ohne Aluminium - Soapwalla Deocreme

Hallo Ihr Lieben!

Ich schulde Euch noch den bisher letzten Test in meiner Reihe über Deos ohne Aluminium. Die Deos, die ich Euch bereits vorgestellt habe, findet Ihr unter dem Label "Deos ohne Aluminium" im Inhaltsverzeichnis rechts.


Es geht um die Deocreme von Soapwalla. Bestellt habe ich sie über Amazingy. Sie ist das teuerste Aluminiumfreie Deo, das ich bisher getestet habe. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kostet es ca. 12 Euro.

Der Duft ist etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Das Deo riecht nach Kräutern und irgendwie sticht für mich eine sehr starke Lavendelnote hervor. Der Duft verfliegt auch nicht so richtig, zumindest nehme ich ihn den ganzen Tag lang war. Ich will ehrlich sein, ich mag den Duft nicht.

Die Konsistenz der Deocreme ist sehr fein, fast schmelzend. Die Achselhaut wird gut gepflegt, kein Austrocknen mehr. In den Shirts entstehen keine gelben Ränder und es weißelt auch nicht, was beim Ankleiden ja mal blöd sein kann.
Doch kommen wir mal zum eigentlich interessanten Teil der Geschichte: Kann es was? Ich finde ja! Es hält perfekt durch. Bei mir hat es bereits Sport, eine Klausurenphase, eine stressige Klausur selbst (kein Angstschweiß ;) ), harte und anstrengende Arbeitstage und eine Städtetour überstanden. Das hat bisher keins der anderen aluminiumfreien Deos geschaft, die ich Euch vorgestellt hatte. Ich bin schwer beeindruckt.

Mein Fazit: Es ist das wirklich beste Deo ohne Aluminium, das ich bisher ausrobiert habe. Der einzige negative Kritikpunkt für mich ist der Geruch. Ich habe bereits eines der Pöttchen geleert und trotz des Duftes ein neues bestellt. Soweit ich weiß soll es aber inzwischen noch ein weiteres Deo von Wolkenseifen geben, das einen anderen Duft bekommen hat.

Generell muß ich aber zugeben, daß mich Schweißflecken stören. Irgendwie kann ich mich damit nicht so richtig anfreunden. Deshalb benutze ich im Wechsel immer noch ein Antitanspirant.

Wie macht Ihr das mit den Schweißflecken? Kennt Ihr schon das neue Deo von Soapwalla und könnt mir den Duft beschreiben? Habt Ihr die Deos von Ponyhütchen probiert? Welches ist Euer liebstes Deo ohne Aluminium?